Berliner Startup Unternehmen

uFix und IFIE: Aus Feinden werden Partner

Kern des Projekts

Die Erfahrung von VISTEM zeigt, dass bei kleinen Unternehmen oft schon die Umsetzung von ein bis zwei aus der ToC abgeleiteten Maßnahmen ausreichen, um die Situation grundlegend zum Positiven zu wenden: Die stagnierende App eines Berliner Startup Unternehmens wurde durch Taskboards und CCPM Maßnahmen rechtzeitig und im Rahmen des Budget fertig.

uFix und IFIE: Aus Feinden werden Partner

Erneut war ein Startup aus Berlin, das eine App entwickelt, in Not. Der Hilferuf kam von einem ehemaligen Vorstand eines großen Dax-Unternehmens, der eine Beteiligung an einer App hält. Wiederholt waren Liefertermine für Teilprojekte nicht eingehalten worden.

Nicolas von Brück, Geschäftsführer von uFix, hat eine gleichnamige Smartphone-App erfunden, die verschlüsselte Kommunikation ermöglichen soll, ohne dass die NSA mitlesen kann.

Doch leider war das Verhältnis von Brücks zu seinem Lieferanten, der IFIE Ingenieurbüro für innovative Entwicklungen GmbH, zu diesem Zeitpunkt schon zerrüttet. „Die waren verfeindet, haben sich gegenseitig mit dem Anwalt gedroht“, erzählt Wolfram Müller, Sales Director der VISTEM, „ und auf der Basis kann man nicht konstruktiv zusammenarbeiten“. Es sah so aus, als sei das Projekt schon an die Wand gefahren.

Um die App zu retten, richtete VISTEM ein Angebot an den IFIE-Inhaber und Geschäftsführer Jérôme Mühlhause: Herr Müller würde sich für einen Tag in Berlin mit den beiden jungen Unternehmern treffen. Am Ende des Tages würde man sich auf die umzusetzenden Maßnahmen einigen.

Der Reiz für Mühlhause lag darin, eine Durchsatzsteigerungsmethode zu erlernen, die IFIE auf weitere App-Entwicklungsprojekte anwenden kann und in Zukunft so viel Zeit und Geld sparen könnte.

Das Treffen fand im März 2015 statt. Sofort danach machte sich Mühlhause mit Anleitung Müllers daran, Taskboards zu erstellen, um eine Übersicht über offene Aufgaben zu gewinnen. Anschließend wurde begonnen, die Anzahl offener Tasks zu reduzieren, einen Fertigstellungstermin zu schätzen,
einen Zeitpuffer anzulegen und den Pufferverbrauch regelmäßig auf einer Critical-Chain-Fieberkurvenkette zu messen.

Zunächst ging die Fieberkurve in den roten Bereich, stabilisierte sich aber schnell in den nächsten Wochen. In den folgenden Wochen telefonierte Müller noch zwei- bis dreimal mit den beiden, um zu bestimmten Situationen Rat zu geben. Auf der Kurve sieht man deutlich, wie das Projekt stabil in Richtung Gelb geht.

Fieberkurve-UFix-2015Als etwa 60 Prozent des Zeitpuffers verbraucht waren, stellte von Brück fest, das in der App nicht alle vereinbarten Funktionalitäten eingebaut waren. Doch im Unterschied zur Situation vor der Einführung der Critical-Chain-Methodik, als das Verhältnis zwischen beiden Geschäftsleuten belastet war, konnte das Problem diesmal im Einvernehmen mit beiden Seiten gelöst werden.
So kam es, dass nur zwei Monate nach der VISTEM-Intervention die App rechtzeitig am 11. Mai 2015 im geplanten Umfang und „in Budget“ geliefert werden konnte. Dass sie überhaupt fertig wurde, wurde von beiden Seiten als großer Fortschritt gefeiert. Und besonders der Lieferant ist glücklich:

Fazit

Nach den guten Erfahrungen bei ufix/IFIE setzt VISTEM inzwischen immer häufiger Taskboards auch bei regulären Projekten ein, um eine weitere Beschleunigung bei der Implementierung von CCPM zu erzielen.

In kleineren wie auch in großen Unternehmen treten immer wieder ähnliche Probleme auf: Zu viele Projekte werden gleichzeitig gestartet, und bei Nachverfolgung und Erfolgskontrolle hapert es. Auch Engpässe treten immer wieder an derselben Stelle auf, nämlich, da, wo Anlagen aufgebaut werden
oder im Software-Bereich, wo getestet und integriert wird.

Wenn man das weiß und dann soviel Erfahrung mitbringt wie die VISTEM-Berater, dann fallen Engpässe schon beim ersten Betriebsdurchgang auf und es reichen Gespräche mit dem ausführenden Projektleiter oder Entwickler, um herauszufinden, ob die Annahmen, die man gemacht hat, richtig sind.

Allerdings warnt Wolfram Müller vor zu hohen Erwartungen: Die angeregten Einzelaktionen können auf Dauer allein nicht effektiv sein. Für nachhaltige Veränderung sei mehr erforderlich als besserer Workflow in einer Abteilung.

Wenn sich das Topmanagement nicht mitverändere, fielen Change-Projekte schnell wieder zurück in ihre Ausgangslage. Denn, wenn man lokal Erfolge erzielt, erzeugt das Spannungen in der übergeordneten Struktur. Die muss die Unternehmensführung dann als nächstes angehen.

Auszug aus der E-Mail des Kunden an Wolfram Müller, VISTEM
„Es ist wirklich unglaublich, wie sicher uns deine Fieberkurve und die Due Date Probability ins Ziel gebracht haben. Und das bei einem Projekt, was von Problemen nur so geschüttelt wurde/wird. Die Planung für die nächsten Schritte gehen wir diese Woche an, außerdem hoffe ich, jetzt endlich die Zeit zu finden, auch unsere anderen Projekte mit deinen Tools zu begleiten!“
Jérôme Mühlhause, Inhaber und Geschäftsführer IFIE Ingenieurbüro für innovative Entwicklungen GmbH